Einblicke
May 18, 2021

Kamera ein, Mikrofon aus: Events in Zeiten der Pandemie

Kamera ein, Mikrofon aus: Events in Zeiten der Pandemie
Während viele Organisationen gänzlich auf Events verzichten, haben wir bei plentii entschieden, unsere “Vernetzungstreffen Flucht & Integration Zürich” im November 2020 und im März 2021 online durchzuführen. Sasha und Nadine sind bei Plentii für das Community Building verantwortlich und berichten von den Schwierigkeiten aber auch den Learnings der Online-Eventplanung, die nun schon längst Realität geworden ist.


Sasha, Nadine: wieso war es wichtig, die Vernetzungstreffen trotzdem durchzuführen?

Speziell in Zeiten einer Pandemie trifft’s die Schwächsten am Härtesten - deshalb sind Solidarität und Engagement in solchen Zeiten wichtiger denn je. Viele Unterstützungsangebote für geflüchtete Menschen fallen weg, was die Arbeit der Organisationen in unserem Netzwerk noch essentieller macht. Aus diesem Grund wollten wir eine bestmögliche Zusammenarbeit und einen guten Austausch gewährleisten.

Gute Online-Tools sind essentiell bei digitalen Events. Welche Tools könnt ihr empfehlen?

Miro: erlaubt interaktive Zusammenarbeit in einem Dokument/Board mit digitalen Post-its, Formen, Tabellen usw. Zudem brauchen Teilnehmende nur den Link, um mitgestalten zu können; es ist keine Registrierung notwendig.
Zoom: stabiles Conferencing inkl. mit Breakout Room-Funktion, wobei wir Whereby auch sehr empfehlen können.   
Slack
: Kommunikationstool, welches grösseren Projekten hilft, sich strukturiert und auf niederschwelliger Art auszutauschen; angenehme Mischung aus Chat-Tool und Mailing.

Was habt ihr unternommen, um trotz der Distanz ein Gemeinschaftsgefühl bei den Teilnehmenden aufkommen zu lassen?

Wir haben allen Teilnehmer*innen Snack-Pakete nach Hause geschickt. Wenn alle an der gleichen Nussmischung knabbern, fühlt man sich trotz der Distanz ein bisschen verbundener. Zudem haben wir die Breakout-Rooms von Zoom genutzt, um einen Austausch/ ein Kennenlernen in kleineren Gruppen zu ermöglichen.

Welche Tipps würdet ihr Organisationen geben, die Online-Events mit 30+ Personen planen?

- Vorgängiges Briefing wie man sich in Online-Calls verhält.
- Ein Team haben, welches im Hintergrund mitwirkt, das Miro-Board aufräumt, kleinere Gruppen moderiert, Teilnehmer*innen aus dem Warteraum einlässt und Tech-Support leistet (z.B. im Call-Chat oder via Handy).
- Ganz wichtig ist es, einen Online-Event möglichst interaktiv aufzugleisen und zu lange “Frontal-Sequenzen” zu vermeiden.
- Miro ist ein sehr gutes Tool, um den Interaktionsgrad eines Events möglichst hoch zu halten. Ort für Inputs schaffen, gemeinsam etwas aufzubauen, brainstormen und vielleicht auch spielerische Elemente einzubauen.
- Gute Moderator*in, die die Tools gut kennt und die Leute gut abholen und integrieren kann ist dafür äusserst wichtig. 


Sasha und Nadine stehen auch sehr gerne für Fragen und Tipps & Tricks zu Online-Events oder den jeweiligen Tools zur Verfügung! Hier könnt ihr zudem sehen, wie Poetry Slam Artist Valerio Moser das letzte Vernetzungstreffen zusammengefasst hat.

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